Polizei bei der Suchaktion.

Die Polizeibehörden von Qingdao haben am Montag den Tod zweier Mädchen bestätigt, die seit Sonntag vermisst gemeldet waren. Die achtjährigen Zwillinge ertranken demnach an einem unbewachten Strandabschnitt. An dieser Stelle war das Meer aufgrund der starken Strömung nicht zum Schwimmen freigegeben. Gegen 15.00 Uhr verlor die Mutter ihre Töchter aus den Augen, da sie mit der Social-Messaging-App WeChat beschäftigt war. Anschließend suchte sie eine Stunde erfolglos nach den Mädchen. Gegen 17.30 Uhr begann eine Suchaktion der Polizei. Doch die Zwillinge Pei Yuanjin und Pei Yuantong konnten nur noch tot geborgen werden, sie wurden am folgenden Tag rund 150 Meter vom Strand entfernt gefunden.

Die Familie aus Beijing wollte in Qingdao ihren Badeurlaub verbringen. In China gibt es zahlreiche Strände, die aufgrund unterirdischer Strömungen oder dem rauen Wellengang für Badegäste gesperrt sind. Touristen ignorieren diese Warnungen jedoch oft. Am vergangenen Freitag ertrank in Hubei eine 40-jährige Mutter mit ihren zwei Kindern sowie zwei Neffen in einem Nebenfluss des Jangtse. Am 30. Juli waren fünf Jungen in einem Teich bei Panzhihua in der Provinz Sichuan ertrunken. Oft ist die fehlende Schwimmerfahrung Ursache für zahlreiche Badeunfälle in China.

Die Zwillinge Pei Yuanjin und Pei Yuantong

Polizei bei der Suchaktion.

Der Strand wird für Badegäste gesperrt.