China lobt die Vereinbarung zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jung-un und US-Präsident Donald Trump, die beide nach ihrem historischen Gipfeltreffen in Singapur zur Lösung der Probleme auf der koreanischen Halbinsel unterzeichnet haben.

"Es handelt sich um einen bedeutenden Fortschritt in der Frage der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel in Richtung auf eine politische Lösung," sagte das chinesische Außenministerium am Dienstag in einer Stellungnahme.

China äußerte sich positiv zu den Bemühungen der beiden Seiten um einen erfolgreichen Gipfel. Die "internationale Gemeinschaft begrüßt das Verhandlungsergebnis", heißt es in dem Statement.

Trump und Kim beendeten das Gipfeltreffen indem sie bedeutende Fortschritte zur Erlangung des Friedens und der atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel konstatierten.

Ein von beiden Politikern unterzeichnetes Dokument bekräftigt Kims Bereitschaft zu einer umfassenden Denuklearisierung der Halbinsel und Trumps Bereitschaft zur Erteilung von Sicherheitsgarantieren für Nordkorea. Darunter zählten laut Trump auch eine Einstellung der amerikanisch-südkoreanischen Militärmanöver für die Dauer von Verhandlungen.

"Wir sind bereit, einen historischen Neustart zu unternehmen und ein neues Kapitel in der Geschichte unserer Länder zu schreiben," sagte Trump auf einer Pressekonferenz nach dem Gipfel. Trump sagte, dass die Menschen Hoffnung darein setzen könnten, dass der Korea Krieg, der 1953 mit einem Waffenstillstand abgebrochen wurde, bald auch formell beendet werden könne.

Trump hob die Rolle Chinas und dessen Präsidenten Xi Jinping bei der Einigung mit Nodkorea hervor.

"Die Geschichte hat immer wieder erwiesen, dass Gegner von einst tatsächlich Freunde werden können," sagte Trump.

Kim sagte nach der Unterzeichnung der Vereinbarung: "Wir konnten ein historisches Treffen begehen und sind dazu entschlossen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen. Die Welt wird einen großen Wandel erleben."

Kim verließ Singapur am Nachmittag nach Unterzeichnung des Dokuments. Vor seinem persönlichem Gespräch mit Trump am Morgen sagte Kim: "Der Weg, der uns hierher geführt hat, war steinig."

"Die alten Vorurteile und Verhaltensweisen haben sich als Hindernisse auf unserem Weg vorwärts erwiesen. Aber wir haben sie alle überwunden und stehen heute nun hier."

Das chinesische Außenministerium sagte, dass China an der Verwirklichung der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sowie an Frieden und Stabilität in der Region und an einer friedlichen Lösung der Probleme durch politische Gespräche unter Beteiligung aller relavanten Parteien interessiert sei. Dazu habe China unermüdlich beigetragen.

"Wir unterstützen die beiden Ländern in ihrem Bemühen, den Konsens, den ihre beiden politischen Führer erzielt haben, umzusetzen, Folgegespräche aufzunehmen sowie die bisherigen Errungenschaften zu festigen und zu erweitern, um die politische Lösung der koreanischen Atomfrage zu einem nachhaltigen und unumkehrbaren Prozess reifen zu lassen," heißt es in der Erklärung.

Als Nachbar und wichtiger Verhandlungspartner stehe China bereit, um mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten und sich weiterhin für eine Denuklearisierung der Halbinsel und die Entstehung eines Friedensprozesses einzusetzen, so das chinesische Außenministerium.