Die Chinesische Akademie der Wissenschaften hat am Donnerstag eine ihrer fortschrittlichsten wissenschaftlichen Cloudplattformen gestartet, um Wissenschaftlern Zugang zu präzisen und sicheren Datenbanken zu ermöglichen. So sollen Forschung und Innovation weiter vorangetrieben werden.

Die China Cloud für Wissenschaft und Technologie, auch CSTC genannt, sammelt Daten der verschiedenen Forschungsinstitute, maßgeblichen wissenschaftlichen Einrichtungen, zahlreichen Top-Universitäten Chinas sowie privater Innovationszentren.

„Big Data, Cloud Computing und Künstliche Intelligenz sind die drei Zugpferde, welche die Informationstechnologie auf höchstem Niveau vorantreiben“, sagte Wang Shuzhi, der stellvertretende Direktor des Generalbüros der Akademie.

Die CSTC vereint alle drei Felder in einer einzigen Plattform, die China dabei helfen soll, durch die Integration von Daten und Cloud Computing Services zu einem führenden technologischen Machtzentrum zu werden, sagte Wang.

Die Anwendungen werden in fünf Kategorien aufgeteilt: Daten, Cloud Computing mit KI und Supercomputern, Softwareunterstützung für die Forschung, Netzwerke der Forschungscommunity und Kontaktaufnahme mit ausländischen Wissenschaftlern und Plattformen.

„Das CSTC soll die unverzichtbare Plattform für Daten- und Clouddienste für Wissenschaftler und Innovatoren in China werden“, sagte der Direktor des Informationszentrums, Liao Fangyu.

„Wir haben ein Zeitalter erreicht, indem wissenschaftliche Entdeckungen oft die Verarbeitung einer hohen Datenmenge erfordern. Dies ist nur mit leistungsfähiger Computerhard- und Software möglich“, sagte Liao. „Das CSTC wird Chinas Fähigkeiten zur Innovation unterstützen und dabei helfen, einflussreichere wissenschaftliche Errungenschaften zu erzielen“, sagte er.

Die Plattform habe bereits mehr als 600.000 registrierte Benutzer und werde weiterhin die wachsenden Bedürfnisse der Forschung erfüllen, versicherte Li Jun, Forscher am Zentrum und einer wichtigsten Informatiker hinter dem Cloud Service.

„Die Plattform ist der Eckpfeiler der Bemühungen der Akademie, ihre datengebundenen Dienstleistungen und Anwendungen zu verbessern“, sagte er. „Sie fördert auch Datenaustausch und Transparenz, damit die nächste Generation junger Wissenschaftler unsere Daten nutzen kann, um die eigene Forschung zu optimieren.“

Zhou Guangqing, Forscher am Institut für atmosphärische Physik an der Akademie, sagte, die Plattform erlaube dank ihres Datenreichtums und hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit schnellere und präzisere Klimasimulationen.

„Daten über das Weltklima sind so umfangreich und komplex, dass Wissenschaftler normalerweise auf mathematische Modelle zurückgreifen müssen, um einen Blick auf physikalische oder chemische Phänomene zu werfen. Dies kann zu einer hohen Fehlermarge führen“, sagte Zhou.

Mithilfe der Plattform können Forscher den Klimawandel auf breiterer Grundlage und über größere Zeitperioden hinweg simulieren. Es ermöglicht Forschern auch, Daten aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen hinzuzufügen, den Meereswissenschaften oder Daten über den Kohlenstoffzyklus zum Beispiel. So könne laut Zhou ein genaueres und umfassenderes Bild generiert werden.

„Die Plattform wird eine wesentliche Rolle bei der Verbesserung der Meteorologie und Katastrophenvorhersage spielen, was für die Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist“, fügte Zhou hinzu.