Das größte Amphibienflugzeug der Welt wird in der zweiten Jahreshälfte seinen Jungfernflug vom Wasser aus durchführen, kündigte der Entwickler am Wochenende bei den beiden Jahressitzungen an.

Das AG600, ein Amphibienflugzeug, das zur Rettung und Brandbekämpfung eingesetzt werden kann, wird im Winter am Zhanghe-Stausee in Jingmen in der zentralchinesischen Provinz Hubei vom Wasser aus starten, wie die lokale Nachrichtenagentur jingmen.cjyun.org unter Berufung auf Zhang Jinhua, Senior-Designer der Aviation Industry Corporation in China (AVIC), berichtete. Zhang befürwortete, dass in Jingmen auch ein Notfallrettungszentrum, ein Ausbildungsstützpunkt und ein Lager für Rettungsausrüstung eingerichtet werden sollten. Von den 50.000 im AG600 verwendeten Teilen seien 98 Prozent von chinesischen Zulieferern geliefert worden, sagte Zhang.

Das AG600-Projekt wurde im Juni 2009 genehmigt und seine Montage wurde laut dem Bericht im Juli 2016 abgeschlossen. Das neue Flugzeug wird im November auf der 12. Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Zhuhai in der südchinesischen Provinz Guangdong, ausgestellt, wie Global Times in Erfahrung brachte. Alle in den vergangenen beiden Jahrzehnten von China entwickelten Flugzeuge, die in der Öffentlichkeit gezeigt werden dürfen, werden in Zhuhai ausgestellt.

Mit einem maximalen Startgewicht von 53,5 Tonnen und einer Spitzengeschwindigkeit von 500 Kilometern pro Stunde kann das AG600 laut der Nachrichtenagentur Xinhua 12 Stunden in der Luft bleiben. Von der Stadt Sanya in der südchinesischen Provinz Hainan aus konnte das AG600 jeden Ort im Südchinesischen Meer erreichen, wie Global Times zuvor erfahren hatte. Das AG600 ist nach dem Frachter Y-20 und dem Passagierflugzeug C919, die 2013 beziehungsweise 2017 ihre Jungfernflüge machten, das dritte Mitglied in Chinas Familie der Großflugzeuge. Das Y-20 wurde im Juli 2016 bei der chinesischen Luftwaffe in Dienst gestellt.