Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat ausländischen Unternehmern mehr Offenheit und Transparenz versprochen. In einer Grußbotschaft anläßlich des Fortune Global Forums in Guangzhou sagte er, China werde der Welt seine Türen nicht verschließen, sondern sich zunehmend öffnen. Die Geschäftsumgebung werde offener, transparenter und regulierter werden, sagte er.

Vize-Ministerpräsident Wang Yang (vorne mittig) nimmt am Mittwoch mit prominenten Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft am Fortune Global Forum teil, Foto: Feng Yongbin, China Daily.

An dem Forum nehmen mehr als 1100 Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler aus der ganzen Welt teil. Chinas Volkswirtschaft verfüge über die Fundamente, Impulse und den notwendigen Schub, um stabiles Wirtschaftswachstum sicherzustellen, sagte Xi. China werde weiterhin globale Partnerschaften schmieden, die gemeinsamen Interessen mit anderen Ländern ausweiten sowie Handel und Investitionen weiter liberalisieren, fügte er hinzu.

Xi hieß Unternehmen aus der ganzen Welt dazu willkommen, in China zu investieren und die Chancen zu nutzen, die sich durch die Reformen und Entwicklungen im Land ergäben. China werde zudem seine offene Wirtschaft auf eine höhere Ebene entwickeln und die Seidenstraßeninitiative weiter fördern. So werde China neue Chancen schaffen und einen größeren Beitrag für die Welt leisten, sagte er.

Vize-Ministerpräsident Wang Yang sagte auf der Eröffnungszeremonie, China werde einen Zeitplan und eine Roadmap zur Vertiefung der Öffnungspolitik in einigen Bereichen vorlegen. Das ganze Land werde sicherstellen, das ausländische Investoren vor ihrem Markteintritt mindestens die gleiche Behandlung erfahren, wie inländische Investoren. Zudem werde es künftig Negativlisten geben. Auch die Barrieren für den Markteintritt würden Wang zufolge künftig deutlich verringert.

Eine Negativliste definiert Wirtschaftszweige, in denen ausländische Investitionen nicht zugelassen sind. Die Beschränkungen in allen anderen Bereichen werden dann aufgehoben. China werde die Rechte und Interessen ausländischer Investoren weiterhin gewährleisten und ein Geschäftsklima herstellen, das eine Behandlung auf gleicher Grundlage und unter Wahrung fairen Wettbewerbs ermögliche, sagte Wang.

Teilnehmer des Forums nahmen Chinas Versprechen nach einer Vertiefung von Handel, Offenheit und Interkonnektivität begeistert auf. Kanadas Premierminister Justin Trudeau sagte: „In Fragen des Handels und der internationalen Kooperation sind sich Kanada und China einig, das Offenheit und Zusammenarbeit der richtige Weg sind, genauer gesagt, der einzige Weg sind.“

Papua-Neuguineas Premierminister Peter O’Neill sagte, sein Land profitiere genau wie andere Länder von der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, die Xi Jinping im Jahr 2013 vorgeschlagen hatte. „Diese Initiative verbindet unsere Unternehmen besser mit China und den Weltmärkten. Sie hilft uns dabei, neue Lösungen für tatsächliche Probleme der Menschheit zu finden“, fügte er hinzu.