Chinas Umweltinspektoren haben über 32.000 Unternehmen kontrolliert. Dabei haben sie herausgefunden, dass fast zwei Drittel von ihnen Umweltvorschriften verletzen.

Die Inspektionen hätten in 28 Städten in der Region Beijing-Tianjin-Hebei und angrenzenden Gegenden stattgefunden und drei Monate gedauert. Dabei seien Probleme wie übermäßige Emissionen und unzureichende Schadstoffkontrolleinrichtungen gefunden worden, sagte das Umweltministerium (MEP) am Freitag.

Die Inspektoren führen eine jahrelange Vor-Ort-Untersuchung zur Aufdeckung der Quellen der Luftverschmtzung in der Region durch. Sie haben 6662 Unternehmen mit nicht genehmigten Betriebsstätten, fehlenden erforderlichen Zertifikaten oder der Nichteinhaltung von Emissionsstandards entdeckt.

Die Teams fanden weiterhin fast 2000 Unternehmen, die ohne jegliche Schadstoffbehandlungseinrichtung arbeiteten. Weitere 1732 Unternehmen hatten nicht ordnungsgemäß funktionierende Schadstoffbehandlungseinrichtungen.

Der MEP-Beamte Tian Weiyong sagte, das Ministerium werde die örtlichen Behörden anweisen, diese Firmen weiter zu untersuchen und die Probleme zu beheben.

Das MEP werde weiterhin Inspektoren aussenden, um diese Unternehmen erneut zu kontrollieren. Damit solle sichergestellt werden, dass die Probleme behoben würden, sagte er.

Die Inspektionen sind Teil von Chinas Kampagne gegen Umweltverschmutzung und Umweltschäden. Jahrzehnte des Wachstums belasten das Land mit Smog und vergifteten Böden.

China hatte die Inspektionen aufgrund weitverbreiteter Bedenken wegen des Smogs in seinen nördlichen Gebieten gestartet.

Tian sagte, derartige Inspektionen hätten dabei geholfen, die Luftverschmutzung in der Region Beijing-Tianjin-Hebei und anderen nahegelegenden Gebieten einzudämmen.