Ideologische Grenzen sind der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit nicht zuträglich. Damit reagierte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, am Mittwoch in Beijing vor der Presse auf eine Äußerung von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Dieser hatte kürzlich erklärt, China versuche, seine Kontrolle über wichtige Infrastrukturen, Lieferketten und Schlüssel-Industriesektoren in westlichen Ländern zu verstärken.

Dazu wies Zhao Lijian darauf hin, dass die NATO seit dem Ende des Kalten Krieges ihre Tentakeln immer weiter ausgedehnt habe. Die NATO habe es sich nicht nur zur Aufgabe gemacht, den Cyberspace und den Weltraum, die eigentlich in die Zuständigkeit der Vereinten Nationen und internationaler Sonderorganisationen fallen, in die kollektive Verteidigung ihrer Mitgliedstaaten einzubeziehen, sondern sie habe auch Interventionen in einer Vielzahl ziviler Bereiche wie Klimawandel, Infrastruktur, technologische Innovation, Versorgungsketten, Gesundheit und Energie weiter verstärkt, so Zhao Lijian.