Der chinesische Verbraucherpreisindex (VPI), ein wichtiger Gradmesser für die Inflation, stieg im Dezember um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, lag damit aber noch unter dem Anstieg von 2,3 Prozent vom Vormonat. Dies teilte das Nationale Amt für Statistik am Mittwoch mit.

Im Jahr 2021 stieg der Verbraucherpreisindex insgesamt um 0,9 Prozent und lag damit deutlich unter dem Jahresziel des Landes von etwa drei Prozent. In den Jahren 2020 und 2019 stiegen die Verbraucherpreise um 2,5 Prozent bzw. 2,9 Prozent.

Die Inflationsdaten für Dezember zeigen, dass die Lebensmittelpreise im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent gesunken sind, während sie im November noch um 1,6 Prozent gestiegen waren. Der Preis für Schweinefleisch, ein Grundnahrungsmittel in China, sank um 36,7 Prozent und damit um 4 Prozentpunkte mehr als im Vormonat, während die Preise für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse, von Gemüse über Fisch bis hin zu Eiern, geringere Anstiege verzeichneten.

Die Preise für Nicht-Lebensmittel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent und damit weniger stark als noch im November (2,5 Prozent).

Der Kern-VPI, der die Preise für Nahrungsmittel und Energie ausschließt, stieg im Jahresvergleich um 1,2 Prozent und blieb damit gegenüber dem Vormonat unverändert.

EPI steigt um 10,3 Prozent

Deutlich größer fiel der Anstieg hingegen beim Erzeugerpreisindex (EPI) aus, welcher die Kosten für Waren ab Werkstor misst. Der chinesische EPI stieg im Dezember im Jahresvergleich um 10,3 Prozent.

Die Zahl schrumpfte allerdings gegenüber dem im November verzeichneten Anstieg von 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Jahr 2021 stieg der chinesische EPI im Jahresvergleich um 8,1 Prozent, wie die Daten des Statistikamts zeigten.

Der langsamere Anstieg des EPI im vergangenen Monat sei auf die Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherung des Angebots und zur Stabilisierung der Preise für Energie und Rohstoffe – einschließlich Rohöl und Kohle – zurückzuführen, sagte die leitende Statistikerin Dong Lijuan.