Am 26. Mai wies Präsident Joe Biden die US-Geheimdienste an, ihm innerhalb von 90 Tagen über den Ursprung von COVID-19 zu berichten. Jetzt, da diese Frist zur Hälfte abgelaufen ist, wird das Land von der Öffentlichkeit und Gesundheitsexperten auf der ganzen Welt kritisiert, weil es versucht, den Ursprung des Virus mithilfe des „Laborlecks“ zu erklären – eine Theorie, die nun endgültig zusammengebrochen ist.

(Foto von VCG)

Nach ihrer scharfen Verurteilung von Verschwörungstheorien in The Lancet im vergangenen Februar haben 24 Gesundheitsexperten aus der ganzen Welt in einem am 5. Juli in der medizinischen Fachzeitschrift veröffentlichten Brief die „Laborleck"-Theorie erneut zurückgewiesen, da neuere, von Experten begutachtete Studien („Peer Review“) stark darauf hindeuten würden, dass COVID-19 einen natürlichen Ursprung hat.

„Wissenschaft, nicht Spekulation, ist unerlässlich, um herauszufinden, wie SARS-Cov-2 den Menschen erreicht hat", heißt es in dem Brief.

Die Befürworter der „Laborleck"-Theorie werden mittlerweile von lauteren Stimmen der Wissenschaft und der Vernunft überstimmt. Am 27. Juni zitierte ein Bericht der Washington Post einen US-Regierungsbeamten, demzufolge „eine 90-tägige Überprüfung der Ursprünge von COVID-19 möglicherweise keine endgültige Erklärung hervorbringen wird", da „die Spionagebehörden, die die Überprüfung durchführen, noch keine schlüssigen Beweise gefunden haben, die die Debatte darüber beenden würden, ob das Virus durch menschlichen Kontakt mit einem infizierten Tier oder durch ein Leck in einem chinesischen virologischen Labor entstanden ist.“

Auch politische Tricks werden die Forderung nach einer wissenschaftlichen Klärung des Virusursprungs nicht stoppen

Die Gesetze der Wissenschaft müssen beachtet werden, und es müssen rigorose, faktenbasierte Forschungen durchgeführt werden, um den Ursprung von COVID-19 zu ermitteln. Die Suche nach dem Ursprung von HIV/AIDS und SARS ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Angesichts des mangelnden Wissens über COVID-19 und der unzureichenden Forschungskapazitäten kann die Suche nach dem Ursprung des neuartigen Coronavirus einen noch viel längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. 90 Tage werden definitiv nicht ausreichen, so viel ist sicher.

Trotzdem verschließen einige die Augen vor den wissenschaftlichen Erkenntnissen und schieben die Schuld mithilfe der„Laborleck"-Theorie auf China.

Durch das Aufbauschen dieser Theorie wird der schmutzige Trick der USA in seiner Gesamtheit entlarvt: Geheimdienste fütterten zuerst die Medien mit einigen Falschinformationen, die Medien folgten mit irreführenden Berichten, dann traten einige so genannte „Experten" an die Öffentlichkeit und heizten die Verschwörung weiter an. Zum Schluss traten dann Politiker hervor und führten die Öffentlichkeit mit dem Standpunkt der Regierung in die Irre. Sie sind sehr gut darin, dieses schmutzige Spiel zu spielen, indem sie Fakten mit Lügen vertuschen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit ihrer politischen Agenda zunichtemachen.

Hier einige Zitate von Wissenschaftlern zu der Thematik:

„Es gibt keinen Beweis für ein Laborleck. Der einzige ‚Beweis‘ bisher ist, dass es zufällig ein virologisches Institut in Wuhan gibt.“

„Alle bisherigen Beweise deuten darauf hin, dass SARS-CoV-2 vom Tier auf den Menschen übergesprungen ist.“

„Den Ursprung des Virus zurückzuverfolgen ist wie ein großes Puzzlespiel. Es ist nun an der Zeit, die fehlenden Teile zu ergänzen.“

Wissenschaftler stehen weiterhin für die Fakten ein und sagen die Wahrheit über die Rückverfolgung der Herkunft. Kein politischer Druck wird sie jemals davon abhalten.

Auch die wichtigsten Schlussfolgerungen, zu denen die gemeinsame WHO-Mission gekommen ist, müssen beachtet werden: Die Suche nach dem Virusursprung müsse weltweit durchgeführt werden, sie dürfe sich nicht auf eine Region beschränken, sondern müsse in vielen Ländern und Regionen durchgeführt werden - natürlich auch in den Vereinigten Staaten.

Die Suche nach einem Sündenbock unter dem Vorwand der Suche nach dem Ursprung

Am Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, wurde das zuvor vom Weißen Haus gesetzte Ziel einer 70-prozentigen Erstimpfung leider nicht erreicht. In Tennessee und anderen Südstaaten lag die Erstimpfungsrate sogar nur bei etwa 50-60 Prozent.

Die USA haben noch mehr Versprechen nicht eingehalten. Zum Beispiel haben sie bis Ende Juni nicht wie angekündigt 80 Millionen Dosen Impfstoff für den Rest der Welt bereitgestellt. Fakt ist, dass nur weniger als 24 Millionen Dosen an 10 Länder und Regionen geliefert wurden. Es war daher keine Überraschung, dass in Thailand lebende US-Amerikaner verärgert fragten: „Wo sind unsere Impfstoffe?"

Die Wahrheit selbst spricht laut und deutlich.

Diese Fakten werden sich nicht ändern, egal wie gut die USA das Spiel der politischen Manipulation auch spielen. Über 30 Millionen Amerikaner wurden mit COVID-19 infiziert, und mehr als 600.000 Amerikaner haben ihr Leben verloren - dank der Missachtung der Wissenschaft durch amerikanische Politiker und der Politisierung des Kampfes gegen COVID-19.

Charles M. Blow, Kolumnist der New York Times, drückte in einem Artikel seine tiefe Besorgnis aus. In Anbetracht von mehr als 30 Millionen Infektionen in den USA und angesichts des immerwährenden Problems zunehmender Waffengewalt und Rassendiskriminierung, die durch die Pandemie noch weiter angeheizt werden, könnte COVID-19 noch für viele Jahre und sogar Jahrzehnte „nachklingende Wut" hinterlassen - selbst wenn die Pandemie in den USA erfolgreich eingedämmt werden sollte.

Bigotterie und Egoismus werden das Virus nicht besiegen. Anstatt sich in der Ecke zu verstecken und anderen die Schuld zuzuschieben, sollten die USA lieber ehrlich zu ihren eigenen Fehlern stehen, ihre Ressourcen mobilisieren und sie dort einsetzen, wo sie am meisten gebraucht werden. Auf diese Weise sollten sie ihre eigenen Probleme von Grund auf lösen.

„Impfstoff-Diplomatie" und die „Quad" (ein Zusammenschluss aus den USA, Indien, Japan und Australien, der in der Indopazifik-Region eine verstärkte Impfstoffkampagne durchführen will) - die USA verfallen wieder in das Paradigma der „Politik der kleinen Kreise".

Die COVID-19-Pandemie ist auch ein Spiegelbild der jeweiligen Vision eines Landes. Wie Präsident Xi Jinping betonte: „Aus der Perspektive ‚mein eigenes Land zuerst‘ betrachtet, ist die Welt ein beengter und überfüllter Ort mit einem ständigen und harten Wettbewerb. Aus der Perspektive ‚einer globalen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft‘ aber ist die Welt ein riesiger und weiter Ort voller Kooperationsmöglichkeiten.“

Wenn die USA ihren geopolitischen Ehrgeiz weiterhin in die Kiste der „Impfstoff-Diplomatie“ stopfen, kann man in der „zweiten Halbzeit“ der Krise mit Sicherheit ein weiteres Desaster erwarten.

In einer Zeit, in der COVID-19 immer noch auf der ganzen Welt wütet, bedeutet Hilfe für andere automatisch auch Hilfe für einen selbst. Nur wenn wir das Problem durch die Linse der Wissenschaft und der Vernunft betrachten, können wir diesen Kampf bald beenden und den nächsten Notfall besser bewältigen. Stärkere Stimmen der Gerechtigkeit in der internationalen Gemeinschaft haben gezeigt, dass in diesem Kampf zwischen Wahrheit und Lüge und Wissenschaft und Vorurteil das Politisieren der Suche nach dem Virusursprung sowie das Aufbauschen von Verschwörungstheorien zwar Aufmerksamkeit erregen können, aber am Ende zu nichts führen.

Denn Geschichte wird stets mit Wahrheit und Fakten geschrieben.