China werde die Integration der Binnen- und Außenhandelsaktivitäten fördern und die Stabilität der Liefer- und Industrieketten festigen, um während der 14. Fünfjahresplanperiode (2021-25) Arbeitsplätze für fast 200 Millionen Menschen zu sichern, so ein Regierungsbericht am Mittwoch.

Der vom Handelsministerium herausgegebene Bericht zu Chinas Außenhandelssituation (Frühjahr 2021) gibt einen Überblick über die Außenhandelssituation des Landes vom letzten Jahr bis April dieses Jahres und analysiert gleichzeitig auch das globale Umfeld sowie die Aussichten für den Rest dieses Jahres.

Die COVID-19-Pandemie sei weltweit noch nicht effektiv unter Kontrolle gebracht worden, während die Produktion, Verteilung und Einführung von Impfstoffen ungleichmäßig verlaufen sei, so der Bericht. Folglich sei auch die globale wirtschaftliche Erholung immer noch nicht stabil oder ausgeglichen, während weiterhin diverse Einschränkungen für die internationalen Industrie- und Lieferketten bestünden. Dies alles habe zu einem komplexen externen Umfeld für Chinas Außenhandelswachstum geführt, wie der Bericht analysiert.

Mit der Verabschiedung stabiler Außenhandelsrichtlinien und -maßnahmen durch die Regierung würden in ganz China andererseits aber neue Geschäftsformen und neue Modelle boomen, wie zum Beispiel E-Commerce. Dadurch werde die Widerstandsfähigkeit der Entwicklung von chinesischen Außenhandelsunternehmen gestärkt. Diese Faktoren würden das stetige Wachstum sowohl der Importe als auch der Exporte maßgeblich unterstützen.

Um den durch die Pandemie verursachten Druck etwas zu lindern, hätten mehr als 10.000 chinesische exportorientierte Unternehmen im Jahr 2020 zum ersten Mal ihre Geschäfte online durchgeführt, während eine große Anzahl von chinesischen Unternehmen digitale Lösungen - einschließlich Big Data, Business-to-Business (B2B)-Plattformen und Online-Messeaktivitäten - eingeführt habe, um globale Kunden anzuziehen und den Umsatz zu steigern.

„Viele chinesische Hersteller haben weiterhin Investitionen getätigt, um den technischen Inhalt und den Mehrwert ihrer Exportprodukte zu verbessern, um in der Wertschöpfungskette aufzusteigen", berichtete Bai Ming, stellvertretender Direktor der Abteilung für internationale Marktforschung an der Chinesischen Akademie für Internationalen Handel und Wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Chinas Außenhandel stieg in den ersten fünf Monaten des Jahres im Jahresvergleich um 28,2 Prozent auf 14,76 Billionen Yuan (2,31 Billionen US-Dollar). Dies spiegelt die Wachstumsdynamik der Exporte und Importe wider, die nach Angaben der Allgemeinen Zollverwaltung von einer robusten Inlandsnachfrage und wachsenden Aufträgen aus dem Ausland angetrieben wird.

Derzeit hat sich Chinas Außenhandel auf mehr als 230 Länder und Regionen ausgeweitet, wobei die ASEAN nach Angaben des Handelsministeriums zum größten Handelspartner geworden ist. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Ländern und Regionen entlang der Neuen Seidenstraßeninitiative hat den Handel zudem weiter gestärkt - ihr Anteil am gesamten chinesischen Außenhandel ist von 25,1 Prozent im Jahr 2015 auf 29,1 Prozent im Jahr 2020 gestiegen.