Während des Besuchs einer Ausstellung über die Erfolge der Chang'e 5-Mondmission, die im Dezember erstmals seit über 40 Jahren Mondgestein zurück zur Erde gebracht hatte, ermutigte der chinesische Staatspräsident Xi Jinping die Raumfahrtindustrie dazu, nach weiteren Erfolgen zu streben. Die Errungenschaften seien zudem ein Beweis für Chinas einzigartige Stärke in der Ressourcenmobilisierung.

Chinas Staatspräsident trifft die Wissenschaftler, die an der Entwicklung des Chang'e-5-Mondprogramms beteiligt sind.

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping ermutigte am Montag die Mitarbeiter der chinesischen Raumfahrtindustrie dazu, nach weiteren Erfolgen bei der zukünftigen Erforschung des Mondes zu streben und interplanetare Expeditionen mit einem methodischen Ansatz durchzuführen.

Xi, der auch Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission ist, forderte die Mitarbeiter der Raumfahrtindustrie auf, Chinas einzigartiges System zur Mobilisierung von Ressourcen zu nutzen, wenn sie Pläne für zukünftige Raumfahrtprogramme machen und diese durchführen. Dieses zeichne sich durch die Fähigkeit aus, alle verfügbaren Ressourcen zu mobilisieren, um Schwierigkeiten zu überwinden und die angestrebten Ziele zu erreichen. Er forderte sie auch dazu auf, mehr Innovation und Wachstum in den Bereichen Weltraumwissenschaft, -technologie und -anwendung zu fördern und die internationale Zusammenarbeit zu stärken, um größere Beiträge zum Wohl der Menschheit zu leisten.

Chinas Präsident machte diese Bemerkungen am Montagmorgen, als er in der Großen Halle des Volkes in Beijing eine Ausstellung über die Mondmission Chang'e 5 besuchte. Diese Mission stellt Chinas bislang anspruchsvollstes und herausforderndstes Weltraumabenteuer dar, das im Dezember letzten Jahres die weltweit ersten Mondproben seit mehr als 40 Jahren zurückgebracht hatte.

Xi hörte sich einen Bericht von Zhang Kejian, dem Direktor der Nationalen Raumfahrtbehörde Chinas, über Mondproben, Projektentwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse, internationale Zusammenarbeit und Zukunftspläne an. Er besichtigte auch eine Probe der Monderde, die von der Chang'e 5-Mission gewonnen wurde.

Xi bezeichnete den Erfolg von Chang'e 5 als die jüngste Errungenschaft des nationalen Systems zur Ressourcenmobilisierung und als einen bedeutenden Meilenstein in Chinas Entwicklung zu einer Weltraummacht von Weltrang. Vor dem Besuch der Ausstellung hatte der Präsident bereits Vertreter der Raumfahrtbehörden, Planer, Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker, die an Chang'e 5 gearbeitet haben, getroffen. Premier Li Keqiang und andere führende Politiker nahmen ebenfalls an den beiden Veranstaltungen teil.

Die Chang'e 5-Mission, das bedeutendste Ereignis in Chinas Raumfahrtbemühungen und auch eine der bemerkenswertesten Raumfahrtaktivitäten der Welt, war am 24. November vom Wenchang Space Launch Center in der südchinesischen Provinz Hainan gestartet und landete am 1. Dezember erfolgreich auf dem Mond. Sie ist damit nach ihren beiden Vorgängern - Chang'e 3 und 4 – erst das dritte Raumschiff, das seit Mitte der 1970er Jahre auf der Mondoberfläche gelandet ist.

Die bahnbrechende Mission brachte am 17. Dezember 1731 Gramm Mondgestein und -erde zurück zur Erde und vollbrachte damit eine historische Leistung - rund 44 Jahre nachdem die letzten Mondsubstanzen vom Mond zurückgebracht worden waren. Die 23-tägige Mission war Chinas erste Weltraumreise, bei der Mondproben geborgen wurden, und machte China nach den USA und der ehemaligen Sowjetunion zum dritten Land, dem dieses Kunststück gelang. Die Proben wurden Ende Dezember von der Raumfahrtbehörde an die Nationalen Astronomischen Observatorien geliefert.

Der Orbiter von Chang'e 5 fliegt nun zum Lagrange-Punkt L1, der sich zwischen der Erde und der Sonne befindet und eine ideale Position für die Überwachung der Sonnenaktivitäten darstellt. Dort sollen erweiterte wissenschaftliche Operationen durchgeführt werden.