China und die EU haben vereinbart, die Verhandlungen über das China-EU-Investitionsabkommen zu beschleunigen und das Abkommen noch in diesem Jahr zu besiegeln. Wenn es zustande kommen sollte, wird dieses Abkommen einerseits europäischen Unternehmen einen besseren Zugang zum chinesischen Markt ermöglichen und andererseits die EU daran hindern, ihre Handelsschutzmaßnahmen zu verstärken.

Aus Beijing war Chinas Präsident Xi Jinping am Montagabend gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel –Deutschland hat derzeit die rotierende EU-Ratspräsidentschaft inne -, dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen Gastgeber des virtuell durchgeführten Gipfeltreffens zwischen China, Deutschland und der EU.

Vor dem Treffen unterzeichneten die beiden Seiten ein Abkommen zum gegenseitigen Schutz der exportierten Lebensmittel und Getränke - von Feta-Käse bis hin zu Pixian-Bohnenpaste. Danach folgten auf dem Online-Gipfel anspruchsvolle Diskussionen über Handel, Klimawandel und Menschenrechte.

Unter anderem einigten sich die beiden Seiten darauf, die Namen von 100 europäischen regionalen Lebensmittelbezeichnungen und 100 chinesischen Entsprechungen zu respektieren, was beispielsweise bedeutet, dass China die Verwendung von „Champagner" nur für Schaumwein aus der französischen Region mit diesem Namen erlaubt.

China war 2019 mit einem Wert von 14,5 Milliarden Euro (17,2 Milliarden US-Dollar) der drittgrößte Abnehmer von Agrar- und Lebensmittelexporten der EU.

Nach Inkrafttreten des Abkommens werden die US-amerikanischen, australischen oder neuseeländischen Erzeuger die geschützten Namen bei ihren Exporten nach China nicht mehr verwenden können, wobei es für bestimmte Käsesorten eine Übergangsphase geben wird.

In diesem Jahr wird der 45. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und der EU begangen.