Seit Anfang Juni haben Regenfälle in Südchina zu Überschwemmungen und anderen geologischen Katastrophen geführt. Statistiken zufolge sind mehr als 12 Millionen Menschen - teilweise mehrmals - davon betroffen worden. Die Hilfs- und Rettungsarbeiten laufen momentan auf Hochtouren.

Regenfälle in einem Dorf in der südwestchinesischen Stadt Chongqing führen zu Überschwemmungen.

Derzeit herrscht in vielen Regionen Chinas Hochwassersaison. Seit Juni hat es in vielen südchinesischen Provinzen häufig heftig geregnet. Mehrere Runde dieser starken Regenfälle haben zu schweren Überschwemmungen und geologischen Katastrophen in Provinzen wie Guangxi, Guizhou, Hunan, Sichuan und Jiangxi geführt. Statistiken zufolge sind 12,16 Millionen Menschen - teilweise mehrmals - davon betroffen, d.h. einige Menschen wurden mehr als nur einmal von den Überschwemmungen getroffen. 78 Menschen sind gestorben oder werden vermisst und 729.000 Menschen – teilweise zum wiederholten Male - mussten im Notfall evakuiert werden. Mehr als 8000 Häuser wurden zerstört und etwa 97.000 in unterschiedlichem Maße beschädigt. Die direkten Wirtschaftsverluste belaufen sich auf 25,7 Milliarden Yuan.

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping forderte alle betroffenen Regionen und Abteilungen am Sonntag auf, der Bevölkerung und ihrer Sicherheit höchste Priorität einzuräumen. Die Epidemiebekämpfung und -kontrolle sowie der Hochwasserschutz und die Katastrophenhilfe sollten miteinander koordiniert werden. Dazu müsse ein klares System der Verantwortlichkeiten umgesetzt werden. Außerdem solle die Hochwasserüberwachung gestärkt werden, um potenzielle Risiken rechtzeitig evaluieren zu können.

Laut dem Ministerium für Wasserwirtschaft hat die letzte Runde der starken Regenfälle in vielen südchinesischen Provinzen dazu geführt, dass der Wasserstand der 13 Flüsse den Alarmstand überschritten hat. Die Hilfs- und Rettungsarbeiten laufen momentan auf Hochtouren. Personal und Hilfsgüter wurden in die Katastrophengebiete geschickt. In den von Überschwemmungen schwer betroffenen Regionen wurde am Sonntag die nationale Notfallreaktion der Stufe vier aktiviert.