Ein Kunde wählt importierte Waren am 18. Januar 2019 an einem Warenausstellungs- und Handelszentrum in der südwestchinesischen Stadt Chongqing. [Foto / Xinhua]

Chinas Verbraucherpreisindex (VPI), ein Hauptindikator für die Inflation, stieg im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent, und liegt damit noch im von der Regierung vorgegebenen Zielbereich von 3 Prozent, wie offizielle Daten am Donnerstag zeigten.

Das Wachstum nahm etwas zu im Vergleich zu den 2,8 Prozent in den ersten 11 Monaten, und lag über dem 2,1-Prozent-Anstieg im Jahr 2018, wie das Staatliche Amt für Statistik mitteilte. Im Dezember stieg der VPI gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent und blieb gegenüber dem Vormonat unverändert.

Die Veränderung war vor allem auf die Lebensmittelpreise zurückzuführen, die im letzten Monat im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 Prozent gestiegen sind und damit 3,43 Prozentpunkte zum Anstieg im Dezember beitrugen.

Da die staatlichen Maßnahmen auf nationaler und lokaler Ebene zur Wiederherstellung der Schweineproduktion Wirkung zeigten, hat die Tendenz der steigenden Preise für Schweinefleisch, das von der Afrikanischen Schweinepest und zyklischen Faktoren betroffen ist, im letzten Monat abgenommen.

Schweinepreise stiegen im Dezember um 97 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – ein Rückgang von den 110,2 Prozent im November. Die Preise für andere Proteinarten, einschließlich Rindfleisch, Hammel und Geflügel, sind im letzten Monat langsamer gestiegen.

Non-Food-Preise (Waren, die nicht zum Verzehr sind) stiegen im letzten Monat um 1,3 Prozent, schneller als das 1-Prozent-Wachstum im November, sagte das Büro.

Der VPI in städtischen und ländlichen Bereichen wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent beziehungsweise 5,3 Prozent.

Der sogenannte Kern-VPI, der Nahrungsmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im Dezember um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, genauso wie im November.

Chinas Erzeugerpreisindex, der die Kosten für die Warenherstellung misst, sank im Jahresvergleich um 0,3 Prozent, teilte das Statistikamt mit. Im Jahr 2018 war er noch um 3,5 Prozent gestiegen. Im Dezember fiel der Erzeugerpreisindex im Jahresvergleich um 0,5 Prozent, im November waren es noch 1,4 Prozent. Factory Preise von Investitionsgütern verringerten sich im Dezember im Jahresvergleich um 1,2 Prozent.

In wichtigen Industrien wie dem Abbau und Kalandrieren von Eisenmetall stiegen die Preise im Dezember um 8,8 Prozent. Die Preise für den Abbau und Kalandrieren von Nicht-Eisenmetall stiegen um 1,1 Prozent.

Die Erzeugerpreise für die Erdöl- und Erdgasförderindustrie beendeten eine Verlustphase und stiegen im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent.