Das Handelsministerium erklärte am Mittwoch das jüngste Gespräch zwischen den Präsidenten Chinas und den USA über Handelsfragen zum Erfolg. Man sei zuversichtlich, den erzielten Konsens umsetzen zu können.

Expertenteams beider Länder hätten bereits eine Marschroute innerhalb des 90-Tage-Zeitfensters festgelegt, auf das man sich bei den Gesprächen geeinigt habe, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

China werde bestimmte Bestandteile der erzielten Einigung so bald wie möglich umsetzen.

Der frühere stellvertretende Handelsminister Wei Jianguo sagte, dass sowohl China als auch die USA ein gewisses Maß an Ungleichheit in Wirtschafts- und Handelsfragen für normal hielten, es also lediglich darauf ankäme, wie man diese Ungleichheiten in den Griff bekäme und Lösungen fände, die für beide Seiten akzeptabel seien.

Die beiden Nationen sollten weiterhin engen Kontakt miteinander pflegen und mehr gemeinsame Anstrengungen zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen unternehmen, sagte Wei, der gegenwärtig Vizepräsident des Zentrums für Internationalen Wirtschaftsaustausch ist.

China sollte an seinem bewährten Prinzip der weiteren Öffnung festhalten und den Schutz geistiger Eigentumsrechte ausbauen, so Wei.

"Eine stärkere Öffnung fördert eine hochqualitative Entwicklung und erleichtert die wirtschaftliche Integration zwischen China und den USA. Wir sollten daran interessiert sein, den Kuchen den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen größer zu machen und den USA dabei zu helfen, die Vorteile der Entwicklung Chinas zu erkennen.”

Chinesische und amerikanische Wirtschaftsgrößen sind der Überzeugung, dass gesunde und stabile sino-amerikanische Wirtschafts- und Handelsbeziehungen im unmittelbaren Interesse beider Länder und der ganzen Welt sind.

Man ist sich darin einig, dass die baldmöglichste Rückkehr der bilateralen Beziehungen in normale Fahrwasser den Erwartungen der Menschen beider Länder am besten entspricht.

Der 11. Dialog zwischen Wirtschaftsführern und hohen ehemaligen politischen Funktionsträgern aus China und den USA sieht in der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern die einzig richtige Wahl.

Der Dialog, der vom ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Zeng Peiyan and Thomas Donohue, dem Präsidenten der amerikanischen Handelskammer geführt wurde, fand am Dienstag in Washington statt.

Vertreter der USA, die an der Gesprächsrunde teilgenommen hatten, sprachen sich für die Vermeidung von Handelskonflikten und die Beseitigung von Faktoren aus, die zu Spannungen führen könnten.

Die amerikanische Geschäftswelt unterstützt Pläne zu einer Festigung der Zusammenarbeit mit China, wobei das besondere Augenmerk auf den über vierzig Jahre hinweg erzielten Errungenschaften der Diplomatie liegt. Von künftigen Gesprächen und Konsultationen werden substanzielle Ergebnisse erwartet.

Vertreter der amerikanischen Wirtschaft sagten, dass die beiden Länder Ausschau halten sollten nach Geschäftsfeldern, auf denen sich gemeinsame Interessen finden ließen. Auch sei eine weitere Marktöffnung erforderlich.