Li fordert Import von High-Tech-Produkten
Quelle: german.china.org.cn  |  21.04.2017

Li Keqiang bei einem Besuch in Weihai, einer Hafenstadt in der Provinz Shandong am 19. April

 

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat am Mittwoch bei einem Besuch des Hafens der Stadt Weihai einen ausgewogeneren Außenhandel gefordert. Dies dürfe nicht nur durch die Förderung der Exporte geschehen, sondern müsse auch durch den Import von hochwertigeren Gütern erreicht werden.

„Als wichtiger Handelspartner im Warenverkehr strebt China einen ausbalancierten Außenhandel an, statt einen Handelsüberschuss erzielen zu wollen“, sagte Li während seines Besuchs. Er forderte einen stärkeren Handel mit hochwertigen Gütern, damit den Konsumenten eine größere Produktauswahl geboten werden könne und einheimische Firmen zu einer Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen angehalten würden.

Bereits Anfang März hatte Li während einer Diskussion mit Vertretern der Provinz Shandong am Rande des Nationalen Volkskongresses zu einer Vertiefung der Reform- und Öffnungspolitik des Landes aufgerufen, um die Qualität und Effizienz chinesischer Produkte zu verbessern.

Im vergangenen Jahr war die weltweite Nachfrage aufgrund des schwächelnden globalen Wirtschaftswachstums gesunken. Doch die Situation verbessert sich zurzeit wieder. Chinas Wirtschaft wuchs im ersten Quartal des Jahres um 6,9 Prozent. Der Handel Chinas verzeichnete im selben Zeitraum einen Zuwachs von 21,8 Prozentpunkten auf 6,2 Billionen Yuan im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus Zahlen der Allgemeinen Zollverwaltung hervorgeht, die in der vergangenen Woche veröffentlicht worden sind.

Lokale Funktionäre berichteten Li, im ersten Quartal hätten die Exporte Weihais die Importe deutlich übertroffen. Nach Angaben von Zollbeamten der Provinz machten die Importe und Exporte der Provinz im ersten Quartal ein Gesamtvolumen von 419 Milliarden Yuan aus, was einen Anstieg von 28,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum bedeute.

Die Hafenstadt Weihai im Nordosten der Provinz Shandong ist ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel mit Südkorea, Japan, den Vereinigten Staaten und anderen Ländern der Welt. Auch die Exporte von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten stiegen im ersten Quartal deutlich an. Im ersten Quartal stieg der Export von Obst und Gemüse um 37,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die weitere Öffnung habe das Tempo der Entwicklung in der Provinz beschleunigt und die Betriebsamkeit in den Häfen erhöht, sagte Li.

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